Weihnachtsgrüße von Pfarrer Norbert

 

Weihnachtsevangelium

„Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.

So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids.

Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte,

und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie

und sie fürchteten sich sehr.

Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.

Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.“ (Lukas 2,1-14)

 

Zeitenwende! 

Liebe Schwestern und Brüder im Seelsorgeraum Oberes Stanzertal, der Geburtstag Jesu vor über 2000 Jahren war wahrlich eine Zeitenwende. So einschneidend und verändernd, dass sich sogar unsere Zeitrechnung nach diesem Ereignis misst. Und so feiern wir Christen das Weihnachtsfest auch zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende.

Mit dieser Geburt Jesu hat sich unsere Welt verändert. Und ich bin davon überzeugt, dass sie sich zum Positiven verändert hat. In dessen Leben, in dem Jesus wirklich geboren und lebendig wird, dessen Leben verändert sich zum Positiven. Und dessen Leben verändert auch die Welt zum Positiven. 

Eines ist aber notwendig: Jesus muss WIRKLICH geboren werden. Nur der Name „Christ“ macht Christus noch nicht lebendig. Dort aber, wo er wirklich lebendig und geboren wird, dort vollzieht sich eine Zeitenwende. Im persönlichen wie im gesellschaftlichen Bereich.

Liebe Schwestern und Brüder, ich würde mir für unsere Welt, für unser Land, auch für unsere Seelsorgeraum und jeden, bei dem es noch nicht geschehen ist, so eine Zeitenwende wünschen.

Gerade in einer Zeit, in der viel Unsicherheit herrscht. Coronavirus-Pandemie, Lockdown und Angst  machen sich wieder verstärkt breit. Feste, verlässliche politische Systeme werden instabil. Unsere Gesellschaft zerfällt im Pluralismus. Und auch in unserer Kirche macht diese Entwicklung nicht Halt: Der Glaube schwindet genauso, wie die Verbundenheit mit der Kirche.

Zweifelsohne spüren wir: Eine Zeitenwende steht an! Es ist nur die Frage, wie diese geschieht? Ich bin fest überzeugt: Wenn Jesus in unseren Herzen geboren wird, dann wird es eine Zeitenwende geben, die unsere Welt zum Positiven verändern wird. Anfangen kann ich aber immer nur bei mir selbst.

In diesem Sinne wünsche ich uns, dass es uns gelingt Jesus neu zur Welt zu bringen. Dass es uns gelingt Jesus in unseren Herzen lebendig werden zu lassen. Lassen wir Christus immer wieder neu geboren werden in uns und in unserer Welt!

Ihr Pfarrer: Norbert Jakab

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